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 JDF-AKTUELL 


  
Aktuelle Informationen über die JDF-Technologie.

Nr. 01  /  04-05-03

Copyright © 2004 by Stephan Jaeggi, PrePress-Consulting, Schweiz


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INHALT

 English
 Français
 EDITORIAL  Die JDF drupa -- die Zukunft hat begonnen

 

 *****
 DRUPA  CIP4 JDF Parc in Halle 4/A33  *****
 DRUPA  Präsentationen im JDF Parc  ****
 DRUPA  Networked Graphic Production  ***
 DRUPA  PrintCity im Zeichen von JDF  ***
 DRUPA  JDF-Highlights-Tour  **
 CIP4  JDF Marketplace  ****
 CIP4  JDF-Bulletin  ***
 SEYBOLD  JDF-Konferenz in Amsterdam  ***
 LEKTÜRE  It's not a myth  ****
 WHITEPAPER  Open road to CIM with JDF  ***
 ICS  MIS to Prepress  ***
 GATF  Product Certification Program  ***


EDITORIAL:  Die JDF drupa -- die Zukunft hat begonnen!

Die drupa 2004 wird zweifellos als die «JDF-drupa» in die Geschichte eingehen. Etwa 80 Firmen präsentieren auf über 100 Ständen mehr als 200 JDF-Produkte. Soviel haben meine Recherchen vor Messebeginn jedenfalls ergeben. Mit ziemlicher Sicherheit wird es aber auf der Messe noch einige Überraschungen geben.
Da JDF in der drupa-Nomenklatur nicht existiert, hat die Messe Düsseldorf in Zusammenarbeit mit CIP4 eine grossformatige JDF-Roadmap in deutsch und englisch erstellt, die auf der drupa kostenlos verteilt wird. Darin sind 56 Firmen mit Kurzbeschreibungen und Standnummern aufgeführt. Da ich bei meinen Recherchen 80 «JDF-verdächtige» Aussteller gefunden habe, habe ich mit der Funktion «MyCatalog» auf der drupa-Homepage einen persönlichen Katalog mit «meinen» JDF-Ausstellern generiert. Dieser JDF-Katalog kann als PDF-Datei hier heruntergeladen werden.

Erstaunliche Entwicklung
Das Job Definition Format (JDF), vor vier Jahren an der drupa 2000 auf einer wenig beachteten Informationsveranstaltung vorgestellt, hat seither eine erstaunliche Entwicklung durchgemacht. Initiert wurde JDF von Adobe, Agfa, Heidelberg und MAN-Roland, die das Format dann an das aus CIP3 hervorgegangene CIP4-Consortium übergaben. CIP4 gehören heute über 250 Anbieter, Systemintegratoren, Berater, Anwender und Vereinigungen an. Sämtliche wichtigen Hersteller aus allen Bereichen der grafischen Branche sind heute CIP4-Mitglied.
Die Mitglieder haben in den letzten vier Jahren die JDF-Spezifikation in zwei Dutzend Arbeitsgruppen weiterentwickelt. Was mich positiv überrascht hat, war die gute Arbeitsatmosphäre innerhalb der Arbeitsgruppen. Selbst ärgste Konkurrenten haben friedlich zusammengearbeitet. Das vorläufige Resultat, die Version 1.2. der JDF-Spezifikation, wird an der drupa 2004 eingeführt.

Parallel dazu haben die Hersteller ihre JDF-Produkte entwickelt. Die Anbieter haben, trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage der letzten Jahren, viele Millionen Euro in die Entwicklung neuer JDF-Lösungen und die Anpassung bestehender Produkte investiert.

Allerdings sind noch nicht alle Hersteller gleich weit. Einige haben schon Lösungen, die bereits bei ersten Anwendern in der Produktion eingesetzt werden. Andere sind erst im Stadium von Prototypen. Aber mir ist kein Hersteller bekannt, der sich gegen JDF stellt oder gar eine Alternative propagiert. Natürlich engagieren sich die Lieferanten nicht aus purem Idealismus, sondern sie erhoffen sich durch JDF eine Belebung des Geschäfts.

Chance für die Anwender
JDF ist auch für die Anwender eine grosse Chance. JDF wird der grafischen Branche den (längst fälligen) Wandel vom Gewerbe zur Industrie ermöglichen. Trotz dem Einsatz moderner digitaler Produktionsmittel erfolgt die Weitergabe der Auftragsinformationen und die Kommunikation mit Kunden und Lieferanten in den meisten Betrieben wie vor Jahrzehnten. Natürlich benutzt man heute Handys und E-Mail, aber die damit übergebenen Informationen werden immer wieder manuell in untereinander nicht kompatible Systeme eingegeben.

Das Endziel von JDF ist, dass alle an der Drucksachenproduktion beteiligten Personen und Prozesse (auch über Firmengrenzen hinaus) miteinander kommunizieren können. JDF soll ermöglichen, sämtliche Informationen über einen Druckauftrag (von der Angebotsanfrage bis zur Abrechnung) in einer einheitlichen Form zu beschreiben. Mit Hilfe von JMF (Job Messaging Format) können Auftragsinformationen sogar in realtime ausgetauscht werden.

JDF-Strategie
JDF kann in einem Betrieb natürlich nicht von heute auf morgen eingeführt werden. Die meisten heute installierten Produktionsmittel sind nicht JDF-fähig. Bei Software-Werkzeugen genügt oft eine neue Programmversion, aber bei Druckmaschinen und vor allem Weiterverarbeitungsmaschinen fehlt meist eine entsprechende Steuerung resp. Schnittstelle. Um so wichtiger ist es, bei Neuanschaffungen die JDF-Fähigkeit ganz oben ins Pflichtenheft aufzunehmen. Jeder Betrieb sollte darüber hinaus eine Strategie und einen Phasenplan zur JDF-Einführung erarbeiten. Auch Teillösungen machen oft schon Sinn und zahlen sich nach kurzer Zeit aus. Zur Erarbeitung einer JDF-Strategie müssen sich die Entscheidungsträger zuerst mit den Möglichkeiten und Grenzen dieser neuen Technologie auseinandersetzen. Zur Unterstützung biete ich ab Herbst zusammen mit regionalen Veranstaltern JDF-Seminare in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz an.

In dieser ersten Ausgabe von JDF-AKTUELL werden neben einigen Hinweisen auf interessante JDF-Demonstrationen auf der drupa vor allem Links zu wichtigen Informationsquellen zum Thema JDF gegeben.

Für die drupa habe ich (ausnahmsweise) eine Druckversion
meiner beiden Newsletter vorbereitet. Neben dem überarbeiteten
Editorial enthalten sie ausserdem je eine kompakte Liste mit allen
JDF- und PDF-Ausstellern sowie einen Plan des innovation parcs:
http://www.prepress.ch/drupa/Jaeggi-Newsletter.pdf

Happy drupa

Stephan Jaeggi


DRUPA:  CIP4 JDF-Parc in Halle 4/A33  (*****)

Um die Bedeutung von JDF zu unterstreichen, hat die Messe Düsseldorf den JDF Parc eingerichtet. Dieser wird von CIP4 betrieben. An zwanzig Arbeitsplätzen zeigen Vertreter von 21 CIP4-Mitgliedern, was mit JDF heute schon möglich ist und wie JDF-Workflows in der Praxis aussehen können. Im JDF Parc sind vielfältige Informationen rund um das Thema JDF erhältlich.


DRUPA:  Präsentationen im JDF Parc   (****)

Im JDF-Theater im CIP4 JDF Parc (Stand 4/A33) werden während der ganzen drupa kontinuierlich Vorträge und Videoeinspielungen in Deutsch und Englisch präsentiert. Es lohnt sich vorher die Agenda der Präsentationen zu studieren. Am 10. Mai um 13.00 Uhr, 11. Mai um 16.00 Uhr, 12. Mai um 11.20 und 13.00 Uhr, 13. Mai um 14.20 Uhr und 14. Mai um 13.00 Uhr halte ich Vorträge zum Thema "JDF in der Druckvorstufe".


DRUPA:  Networked Graphic Production   (***)

Neben dem JDF Parc dürften auch die JDF-Demonstrationen der "Networked Graphic Production"-Partner (NGP) auf dem Stand 4/B22 (schräg hinter dem JDF Parc) interessant werden. NPG ist ein Zusammenschluss von über 30 Herstellern mit dem Ziel gemeinsame JDF-Lösungen zu entwickeln. Auf dem NGP-Stand liegt ein Plan mit 15 NGP-Partnerständen auf, bei denen ebenfalls JDF-Lösungen demonstriert werden. Ausserdem soll täglich ein NPG-Magazin produziert werden.


DRUPA:  PrintCity im Zeichen von JDF   (***)

Interessante JDF-Demonstrationen wird es sicher auch in der PrintCity in Halle 6 geben. In der PrintCity stellen über 50 Firmen ihre Produkte aus. In fünf PrintWorks Factories werden komplette Workflows (viele gesteuert durch JDF) vorgeführt. Im Integration Center laufen die Fäden zusammen.


DRUPA:  JDF-Hightlights-Tour   (**)

Der Deutsche Drucker Verlag bietet wiederum diverse Highlights-Touren auf der drupa an. Auf der Tour 3 werden einige ausgewählte JDF-Hersteller besucht.


CIP4:  JDF Marketplace   (****)

CIP4 hat vor der drupa ein erstes Verzeichnis mit JDF-Produkten zusamengestellt. Besonders lesenswert sind die ersten Seiten, auf denen eine Einführung in JDF gegeben wird. Obwohl der Katalog fast hundert Seiten stark geworden ist, enthält die erste Ausgabe sicher noch nicht alle verfügbaren Produkte. Deshalb soll der Katalog alle Vierteljahre auf den neusten Stand gebracht werden.


CIP4:  JDF-Bulletin   (***)

Seit einiger Zeit publiziert CIP4 ein englischsprachiges JDF-Bulletin mit Informationen über die CIP4-Aktivitäten und Neuigkeiten auf dem Kreis der Mitglieder. Das JDF-Bulletin erscheint in zwei Versionen: eine nur für Mitglieder und eine (reduzierte) öffentliche Ausgabe, die auch von Nicht-Mitgliedern abonniert werden kann.


SEYBOLD:  JDF-Konferenz in Amsterdam   (***)

Zwei Wochen vor der drupa hat in Amsterdam die zweite JDF-Konferenz von Seybold stattgefunden. Die meisten Vorträge stehen online zur Verfügung.


LEKTÜRE:  It's not a myth   (****)

Gesponsort von einigen CIP4-Mitgliedern hat der CEO von CIP4, Jim Harvey, eine Broschüre über JDF geschrieben, die soeben in einer aktualisierten Version herausgekommen ist.


WHITEPAPER:  Open Road to CIM with JDF   (***)

EFI hat ein Whitepaper über Computer Integrated Manufacturing mit ihrer Sicht von JDF veröffentlicht.


ICS:  MIS to Prepress   (***)

CIP4 erarbeitet zur Zeit eine Reihe von Interoperability Conformance Specifications (ICS). Eine der ersten wird die ICS zu MIS und Prepress ein.


GATF:  Product Certification Program   (***)

CIP4 und die Graphic Arts Technical Foundation (GATF) haben beschlossen, ein gemeinsames Programm zur Zertifizierung von JDF-Produkten aufzubauen. Basis für diese Zertifizierungen werden die Interoperability Conformance Specifications (ICS) sein.


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BEWERTUNG

 *****  höchste Priorität, unbedingt lesen
 ****  sehr wichtig, sollte man lesen
 ***  wichtig, lesenswert
 **  weniger wichtig, nur bei speziellen Interesse lesen
 *  der Vollständigkeit halber aufgeführt


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