Der nächste Schritt in der Druckvorstufe
Medienneutraler RGB-Workflow mit PDF/X-4
Beschreibung
Seit Jahren wird über medienneutrale Workflows auf Basis von ICC-Farbprofilen geredet, aber erst wenige Betriebe setzen diese Arbeitsweise bisher in der Praxis tatsächlich ein. Das lag vor allem daran, dass der medienneutrale Datenfluss an verschiedenen Stellen unterbrochen wurde, da viele Programme mit medienneutralen Daten nicht richtig umgehen konnten. Auch die PostScript-Ausgabe unterstützt keine ICC-Profile. Mit neueren Versionen der bekannten Publishing-Anwendungen und einem konsequenten PDF-Workflow bis zum RIP ist ein durchgängig medienneutraler Workflow aber inzwischen möglich. Höchste Zeit also, sich mit diesem Thema zu beschäftigen!
Beim medienneutralen Workflow werden Bilder nicht bereits beim Scannen oder im Bildbearbeitungsprogramm in den Druckfarbraum umgewandelt, sondern der Originalfarbraum bleibt erhalten und wird durch ein ICC-Profil charakterisiert. Dadurch bleibt die Flexibilität bezüglich der Wahl des Druckprozesses (resp. für die Publikation in elektronischen Medien) erhalten. Die Transformation in den endgültigen Druckfarbraum erfolgt später: im Layoutprogramm, im PDF, Ausgabeworkflowsystem oder sogar im RIP. Das erhöht die Qualität und Flexibilität in der Druckvorlagen-Produktion.
Auf Grund von Mängeln im ICC-Farbmanagement sind komplett medienneutrale PDF-Dateien in der Verarbeitung allerdings problematisch (Stichwort: Schwarzaufbau). Es gibt deshalb die richtigen Objekte medienneutral zu definieren und den Rest in CMYK anzulegen.
Auch ist die medienneutrale Arbeitsweise nicht in jedem Fall geeignet. Es hängt von der Art des Auftrags, aber auch vom Know-how der Beteiligten (beim Erzeuger und in der Druckerei) ab.
Zielsetzung
In diesem Seminar werden die Teilnehmer mit den verschiedenen Szenarien eines medienneutralen PDF-Workflows vertraut gemacht. Sie lernen die relevanten Einstellungen in den bekanntesten Programmen (PhotoShop, Illustrator, InDesign, XPress, Acrobat) kennen. Es werden die Vor- und Nachteile der Farbraumtransformation in Bildverarbeitungsprogrammen, Layoutprogrammen, Acrobat (inkl. Plugins von Drittherstellern), Color-Servern, Workflow-Systemen und im RIP diskutiert. Nach dem Seminar sind die Teilnehmer in der Lage, einen auf ihre Situation angepassten medienneutralen PDF-Workflow einzuführen.
Inhalt
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Zielgruppe
Entscheidungsträger und Mitarbeiter aus dem technischen Bereich von Druckereien, Vorstufenbetrieben, Verlagen, Werbeagenturen/-abteilungen.
Vorkenntnisse
Kenntnisse der traditionellen Arbeitsabläufe in der Druckvorstufe sowie PDF-Grundkenntnisse.
Referent
Stephan Jaeggi, Dipl. Druck-Ing. FH/ESIG, ist Inhaber von PrePress-Consulting in Binningen/Basel und beschäftigt sich bereits seit 1991 mit dem Thema PDF. Er ist ein weltweit anerkannter PDF-Experte und hat in unzähligen Projekten Erfahrungen mit der PDF-Technologie gesammelt. In vielen Seminaren hat er sein Wissen bereits an mehrere tausend Fachleute in Europa und den USA weitergeben können. Stephan Jaeggi ist Co-Autor des ISO-Standards PDF/X-3, Experte bei ISO TC130/TF2/WG2 (PDF/X-Spezifikation), Technischer Leiter der Ghent PDF Workgroup, Leiter der Zertifizierung von PDFX-ready und Mitglied des CIP4 Advisory Boards (JDF-Entwicklung) sowie Herausgeber der kostenlosen Newsletter PDF-AKTUELL und JDF-AKTUELL. Weitere Informationen unter http://www.prepress.ch.
Dokumentation
Die Teilnehmer erhalten neben
den ausführlichen Seminarunterlagen den Zugang zu einer
geschützten Webseite, von der aktuelle Zusatzinformationen
und -Software heruntergeladen werden können.
Dauer
1 Tag, 9.00 - 17.00 Uhr
Termin und Ort
Eine Liste mit allen aktuellen
Daten finden Sie hier. Es sind auch
(wenn vorhanden) die E-Mail-Adressen der Veranstalter angegeben.
Bitte fragen Sie diese an betreffend Preisen und weiteren Angaben.